Sonntag, 30. März 2014

Motivation, Fitness und Überzeugung

Was passiert wenn das dicke Anatomie- Buch zum Trainingsgewicht wird?
Wie sieht es aus, wenn du ständig auf der Couch sitzt und mit einem kleinen Ball deine Muskeln lockerst?
Wann würdest du aufstehen um zu trainieren? Auch um 5:30?
Woran denkst du als erstes wenn du einen Spielplatz siehst? Klimmzüge?
Wieso kommst du immer an genau 4 Tagen die Woche mit einem strahlen nachhause, obwohl du dich kaum noch bewegen kannst?
Weshalb hast du immer noch ein zweites Webfenster neben deiner Vorlesung offen, indem es um Perfomance geht?
Warum hast du immer Welchselsachen, eine Wasserflasche und eine extra Banane in der Tasche?


Ok, ich bin ehrlich - es ist komplett verrückt! Und wahrscheinlich verstehst du das nicht, aber hast du schon einmal etwas in deinem Leben gefunden, was dich so sehr begeistert, dass du jeden einzelnen Tag dafür arbeitest?  Etwas, dass du am liebsten jeden einzelnen Tag machen würdest? Ich hab es gefunden! Es ist mein Lifestyle, meine Überzeugung, meine Begeisterung.


Ja, du denkst jetzt: Crossfit! ABER es ist nicht nur das! Es ist alles drum herum.

Ich lerne alle Muskeln und Knochen in Anatomie, um zu wissen, wie sie aggieren, wenn du dich bewegst. Was passiert, wenn du dich verletzt? Was kannst du machen um das zu verhindern? Was ist dein schwächstes Glied am Körper?
Ich weiß, was mein Körper an Nahrung braucht, um Leistung zu bringen. Ich weiß, welche Vitamine und Mineralstoffe besonders wichtig sind. Jetzt weiß ich endlich für was ich studiere!
Ich weiß, wie wichtig Schlaf und Stressabbau sind, welche Hormone eine große Rolle spielen um gesund zu bleiben. Ich kann dir sagen, warum jede Diät Schwachsinn ist, wie individuell jeder Körper ist und dass du auch Kohlenhydrate am Abend essen kannst. Low Carb, Low Fat, Weight Watchers, Atkins - für mich, keine Lösung!




Was willst du wissen?

Mein Training bringt mich regelmäßig an meine Grenzen, besonders physisch. In jedem Training gibt es einen Moment, in dem der Kopf nicht mehr mitspielt. Es ist eine Stimme, die sagt: "Du musst das nicht machen! Gib auf und geh nachhause!" Doch DANN komme ICH ins Spiel. Ich weiß was ich kann und ich beende kein Workout, weil es "zu hart ist!" (ich rede nicht von Verletzungen etc!!!). Es geht nur um den eigenen Schweinehund. Ich bin sowohl körperlich als auch MENTAL startk geworden. 25min - High-Intensity- Training? Ich glaube, dass keiner dachte diese zu beende, aber ALLE haben es geschafft! Ja-   Ich weiß was es heißt motiviert zu werden, sich und andere zu motivieren. Ich sehe Menschen, die hart an sich arbeiten, Ziele haben und sich unterstützen. Es ist eine Community, die nicht gegeneinander arbeitet! NIEMALS! 


Was habe ich gelernt?

Fitness ist für mich mehr als stark und schnell zu sein. Es spielt sich viel im Kopf ab. Jede Bewegung, jede Technik. Training alleine bringt keine Erfolge, du brauchst auch mentales Training, dazu viel viel vieeeel Mobilty und Streching. Der ganze Körper muss flüssig arbeiten, alles muss zusammen passen! Kopf, Gehirn, Gedanken, Muskeln, Sehnen, Bänder, Gliedmaßen, alles! Und nicht nur das, auch Verdauung, Nahrungsaufnahme, Wasserhaushalt, Mineral- und Vitaminhaushalt MÜSSEN auf einem ausgeglichenen und gesunden Level sein. Sonst kann kein Körper Leistung bringen. Weder im Sport noch in der Uni, noch im Job. Gehirnleistung, Sport und Ernährung - das hängt zusammen, mehr als du je erwarten würdest!



Es hat sich soooo viel verändert, mein Blick auf das was um mich herum geschieht, was in der Welt vor sich geht, wie sich die Menschen um Dinge sorgen oder denken "Neues" zu entdecken.


Was soll ich noch sagen?

Back to the basics, meine Uroma wohnte im dritten Stock ohne Fahrstuhl und hat noch nie Coca Cola Zero getrunken - Sie wurde 93Jahre alt! R.I.P



Cheer´s





Donnerstag, 13. März 2014

Schönheitsideale- NEIN DANKE! Ich bin Sportler!

" Da stehe ich nun, mein Herz pocht, Tunnelblick, Kopf leer. Ich atme tief ein, beuge mich nach vorne. Meine Hände greifen fest um die Stange, Zeigefinger über den Daumen. Mein Blick richtet sich auf, strikt nach vorne, ich baue Spannung in Beinen, Rumpf, Bauch, Armen und Schultern auf.


Zack, POWER!


Mein Oberkörper richtet sich schlagartig auf, ich strecke mich komplett, ziehe die Stange bis zur Hüfte, ehe meine Arme sie weiter bis zur Brust führen. Meine Ellenbogen schlagen blitzschnell um, ich dippe kurz mit den Knien ein und fange die Stange mit meinen Schultern auf."

Power Clean.


Crossfit ist für mich mehr als ein Sport! Es ist Leidenschaft, Lifestyle, Community, Engagement.
Da sind Mädels, die können ihr zweifaches Körpergewicht heben, mehr als ihr vierfaches ziehen oder schieben, Seilklettern, Klimmzüge, dazu schnell laufen, sprinten, schwimmen und hoch springen. Handstand und an den Ringen und dem Reck turnen. Alles auf Zeit und hintereinander. DAS IST FITNESS!

Ich trainiere 3-4x die Woche und bin jedes Mal umgeben von komplett durchtrainierten Männern und Frauen. Nein, keine Bodybuilder und keine Muskelberge. STRENGH - POWER - ATHLETIC

Es geht hier nicht ums dünn oder muskulös sein, es geht um Performance, Ehrgeiz und Motivation. Muskeln durch schweres Krafttraining machen dich und mich nicht männlich! Das liegt nicht in der Natur der Frau!

Täglich sitze ich in der Uni neben spargel-dürren Mädels, die an ihren Karotten knabbern und sich über ihre dicken Oberschenkel beschweren. Ich treffe auf Mädels, die abnehmen wollen, aber keine Lust auf Sport haben. Guten Tag auch!




Hier ein kleiner Test: Wer gefällt dir besser?

Die Mädels von "Germany´s Next Topmodel"



ODER 
(einige wenige meiner Vorbilder)


Julia Rohde - deutsche Rekordhalterin im Stoßen
Stabhochspringerin Alison Stokke


Alexandra Popp - deutsche Fußball Nationalelf

 
Camille Leblanc Bazinet - Cossfit Athlet
 
Diese Mädels trainieren TÄGLICH mehrere Stunden! Um gut auszusehen? Sicher nicht! Haben sie Muskelberge? NEIN! Und ich lege mein Hand dafür ins Feuer, dass alle fast täglich schweres Krafttraining machen! Es geht auch hier um Performance. Bist du fit- siehst du auch so aus!

Keiner soll jeden Tag schwer tranieren, doch jegliche sportliche Betätigung bringt dir nur Vorteile. Ausdauer, Spaß, Kraft, gesteigerte Gehirnleistung, Ausgeglichenheit, Halt, Motivation.

Finde einen Sport, der dir Spaß macht, der keine Last ist, der dich motiviert und den du am liebsten jeden Tag ausführen möchtest! Denn dann tranierst du nicht um gut auszusehen oder um mehr essen zu können, du trainierst weil du weißt, dass es dich in deiner Persönlichkeit und in deinem täglichen Leben voran bringt!


Ich trainiere um ausdauernder, stärker, agiler und schneller zu werden. Mich gut zu fühlen, fit zu sein, meinen Kopf zu leeren und einen Ausgleich zu schaffen! Crossfit gibt mit Kraft und Motivation und beweißt mir jeden Tag, dass ich oft zu mehr in der Lage bin, als ich glaubte. Die Community gibt hier Halt, eine Basis und ich bin umgeben von Menschen, die genauso sind wie ich! Alle "arbeiten" wir hart an unseren Zielen, doch nie ist es ein MUSS! Wir trainieren aus Leidenschaft!


DAS IST SPORT!
Cheer´s



Montag, 3. März 2014

Sydney´s highlights and Uni-Start

G´day and welcome back!





Ich sende Euch ein kleines Update aus dem Land der Extremen. Nachdem wir die letzten Wochen täglich über 32°C hatten, Sonne pur und ich mich nachts bei 28°C schwitzend im Bett wälzte, regnete es nun die letzten Tage. Aber australisch! Das heißt- Es schüttet! Nun gut, beginnen wir weiter vorne...

Robert und ich beschlossen die letzten Tage vor Unistart zu nutzen und flogen für 4 Tage nach Sydney. Wir buchten ein gut gelegenes, preisgünstiges Hostel "740 George" in der Innenstadt, von dem wir eigentlich alles gut zu Fuß erreichen konnten.
 

Am Mittwoch Abend ging es los und wir kamen recht spät in Sydney an. Nichts desto trotz standen wir früh auf der Matte und lließen uns vom ständigen Regen nicht betrüben. Wir starteten unsere Sightseeing Tour und entflohen dem schlechten Wetter am späten Nachmittag ins Kino.




Freitag gönnten wir uns einen Ausflug in das Rohkost- Restaurant "Sadhana". Ich war erstaunt wie lecker die Cracker, Dips und eingelegten Schlemmerein sein können. Süße Kuchen und Törtchen dazu und wir waren wohl genährt für den Tag.



 Am Abend kam mein persönliches Highlight. Wir fuhren bei Dunkelheit mit der Fähre über das Wasser, vorbei an Oper und Harbourbridge, mit einem gigantischen Ausblick auf die beleuchtete Innenstadt Sydneys. Zurück ging es zu Fuß über die Harbour- Bridge, was ebenfalls ein tolles Erlebnis war. 





Das schlechte Wetter ließ leider nicht nach und so nutzen wir die Gelegenheit ein "Testtraining" im Fitness First Platinum zu machen. Ein riesig, super modernes Gym mit Sauna, Schwimmbecken und allem was das Fitness-Herz begehrt. Am Nachmittag zogen wir noch einmal über Sydney Märkte und ließen uns vom bunten Treiben der Großstadt durch die hohen Häuser und engen Straßen begleiten. Abends konnten wir meist nur noch förmlich ins Bett fallen!


Vor unserem Rückflug zur Gold Coast machten wir nochmal einen kleinen Absteher ins Sadhana und erkannten, dass die Zeit viel zu schnell vergeht.






Heute war der erste Tag in der Uni. Ich habe interessante Kurse auf dem Plan, in denen ich mich selber im Labor testen und beweisen kann und muss.

Folgende Kurse sind am Start:
1. Anatomy and Physiology (Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers)
2. Nutrition Assessment (Ernährungsanalyse)
3. Sports management (Sport Management)

Ich decke damit viele interessante Bereiche der Sport- und Ernährungswissenschaft ab und bin zufrieden mit meiner Auswahl. Es gibt vieeeel zu tun.

Nun ja, das beste kommt noch zum Schluss:

Anni ist wieder aktiver Crossfitter und ist offizell Mitglied des Crossfit Urban Energy - Teams.
Let´s get started! Wuuhhuuu.







Live YOUR Life and find YOUR Way to Happiness! I´m DONE!

Cheer´s

Dienstag, 18. Februar 2014

Australien Uptdate1 : SHE IS BACK!

Hey, How Are You? and Welcome back to Australia!


Nun bin ich schon wieder genau eine Woche in Australien.Um es etwas genauer zu sagen an der Gold Coast in Surfers Paradise. Meine Rückreise aus NZ verlief recht problemlos, bis auf, dass ich am Flughafen komplett auseinander genommen wurde, weil ich noch ein paar Rosinen und Schoki im Rucksack hatte, ohne diese anzumelden. Der Schnüffel- Hund hat natürlich Alarm geschlagen. Dedüm, wann lernt wieder.


Am Freitag kam dann Robert (wer mich kennt, kennt auch ihn).hihi. Er begleitet mich hier in den nächsten 6 Wochen und es ist toll, jemanden, den man schon lange kennt, an seiner Seite zu haben. Zur Zeit wohnen wir bei einem sehr netten, jungen Pärchen. Sie ist Australierin, er Deutscher, aber seit 6 Jahren hier heimisch. Ab nächstem Wochenende wohnen wir dann in meiner neuen WG und teilen uns mein kleines Studentenzimmer. Es liegt in einer ruhigen Wohngegend, ca 5-6 km von der Uni entfernt. Ich wollte endlich nicht mehr vom Bus abhängig zu sein, sodass ich locker mit dem Rad fahren kann. Auch Surfers Paradise gefällt mir nicht, daher nun raus nach Southport. UND, typisch Anni - meine Crossfit Box liegt genau auf halbem Weg von Wohnung zur Uni. Na, wenn das nichts ist!

Jetzt heißt es langsam wieder "HALLO ALLTAG!" und zurück ins Uni-Leben. Trotz allem wollen Robert und ich nächste Woche nach Sydney und an einem Wochenende einen Byron Bay Abstecher machen.



Achja und
- es ist hier HEIß! sooooo heiß! locker 35°C am Tag, 28°C in der Nacht, blauer Himmel und Sonnenschein. Der Tagesrythmus hat sich wieder angepasst und wir stehen meist 6:00 Uhr auf und fallen 21:00 Uhr ins Bett. Warum? Ja, die Sonne geht 4:30 auf und ab dann ists HELL! Richtig HELL! Genauso, wie es ab 18:00 Uhr stockdunkel ist. Dazu kreichende Papageien. Ja, das ist Australien!

Bis dahin,

Cheer´s

Donnerstag, 13. Februar 2014

Abschlussbericht Neuseeland: Ich bin gewachsen!






Ich habe lange überlegt unter welche Überschrift ich meinen Abschlussbericht zu Neuseeland stelle. Es gibt so viel was mich begeistert hat. Ich habe so viel gelernt, unglaublich tolle Menschen getroffen, Naturwunder haben mir den Atem geraubt, die Tierwelt hatte stets ein Auge auf mich und das Wetter drehte und windete wie es wollte. Hinzu kommt, dass ich einige Male über dicke Felsen klettern musste, wörtlich und bildlich. Aber eins habe ich nie vergessen: Mein Lachen und Spaß zu haben. Ich bin sprichwörtlich gewachsen, an Erfahrung!



Aber beginnen wir meine Zusammenfassung von vorne. Meine ersten zwei Wochen in Auckland verliefen ja alles andere als gut. 6 Tage mit 39.5°C Fieber und Seitenstrangangina, drei Arztbesuche, Antibiotika und strenger Bettruhe. Ich konnte keine 100m am Stück gehen. Ja, so kann ein Abenteuer auch beginnen. Aber dank einer netten Unterkunft, die meinen Aufenthalt unproblematisch verlängerten und netten Menschen, die sich stets um meine Gesundheit sorgten, päppelte ich mich langsam wieder auf, sodass ich meine Reise auf die Südinsel wie geplant fortsetzte. 
 


Die Region um Queenstown, die Ruhe und Natur gab meiner Genesung einen Schub. Ich war viel spazieren und schöpfte schnell wieder Kraft. Es folgten unglaublich tolle Tage in Milford Sounds, Lake Wanaka, Mt. Cook und Lake Tekapo. Highlight war meine 4h- Mountainbike Tour in Wanaka und die Sonnenuntergangs- Wanderung auf den Mt. Stephens am Lake Tekapo mit anschließender Nachtwanderung. Sterne, klarer Himmel und Vollmond über einem riesigen, flachen See, an dem riesige Berge hochragen. Das war ein Schauspiel.




 
In Christchurch fiel ich in ein Kulturloch. Trotz einer super netten Privatunterkunft bei einer netten Familie, überkam mich ein kalter Schauer als ich an einem Freitag- Abend 19:00 Uhr vollkommen alleine durch eine leere Stadt lief, die noch immer halb verschüttet ist. Das Erdbeben von 2011 hat deutlich seine Spuren hinterlassen. Mein Plan war eigentlich mehr als eine Woche zu bleiben, doch ich plante schnell um. Auch hier hatte ich Glück, denn meine Vermieter verrechneten mir die komplette Summe und ich bekam all mein Geld zurück, für die Tage, die ich nicht geblieben bin.

Dann der Schock. Ich konnte schon seit einigen Tagen kein Geld mehr von meiner Visa-Card abholen und erfuhr, dass die DKB sie aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt hatte. Es kostete mich viele Nerven, Geduld und Telefonkosten, doch geklärt werden konnte nichts. Einmal konnte ich nochmal Geld abholen, weil der nette Mitarbeiter sie nochmal für 15min freischalten konnte – Das wars! Aber was sollte ich machen – ich hatte meinen Plan und war zu mindest erstmal „flüssig“.
 

Meine Reise ging also weiter, ich hatte schließlich noch zwei Wochen. Ich stieg in den Transalpin-Zug, der berühmt für seine Panorama- Aussicht durch das Gebirge ist. Ich hielt auf der Hälfte der Strecke, in Arthurs Pass. Hier traf ich auf zwei Mädels, die mich auf meinem weiteren Weg begleiten sollten. Wir zogen gemeinsam durch die Wälder und Berge und fuhren auch gemeinsam nach Greymouth an der Westküste weiter. Kein besonders schöner Ort, aber danke unglaublich toller Begleitung hatte ich auch hier meinen Spaß. Weiter nach Nelson im Norden, wo ich mit Renee am Abend die Bars abklapperte, fuhr ich am Morgen zum Golden Bay. Ungeplant nahmen mich eine liebe Mama + Sohn unter ihre Fittiche und nahmen mich auf Tagestour mit. 

 
Wie es manchmal läuft, lernte ich dann Tom kennen. Britischer Lehrer auf Weltreise, fit und nicht auf der Strecke geblieben. Wir beiden Abenteuer und Sport-Freaks schlossen uns im Abel Tasmin zusammen. Wandern, Klettern, Seelöwen-Jagd und natürlich die Tages-Kajaking-Tour. (Siehe Blogposts!). Er nahm mich mit zurück nach Nelson, wo sich leider unsere Wege trennten. 





Von Nelson ging es nach Picton und Anakiwa. Etwas erschöpft von den letzten Tagen, kam Rebecca ins Spiel. Eine junge Frau aus Irland. Sie plante am folgenden Tag mit einem Australier einen Teil des Queen-Charlotte-Tracks zu laufen. 28km, 6 Stunden und davon 3 im Regen, zog es uns gemeinsam durch die Malborough Sounds. Grenzerfahrung!

 


Das Wetter blieb leider schlecht, was mich in meinem folgenden Ort Kaikoura aber nicht vom Wandern und der Suche nach Abenteuern abhielt. Wind, Sturm und Regen begleiteten mich auf der Suche nach der Seehund-Kolonie und Albatrossen.

 Zurück nach Christchurch fuhr ich mit dem Bus gemeinsam mit Nadja, einem jungem Mädel, die ebenfalls nicht alleine rumhängen wollte. 

In Christchurch war ich in einem 8-bed-dorm untergebracht. Ich hatte NIE schlechte Erfahrungen mit den YHA- Hostels in Neuseeland, aber dieses Hostel (nicht von der YHA- Kette) übertraf alles. Dreck, Haare und Müll – mehr sag ich jetzt nicht. Zudem kostete es mich ganze 4 Stunden um meine neue Visa-Karte, die ganze 3 Wochen nach Neuseeland brauchte, abzuholen. Nun ja, es läuft nie immer alles so, wie man es plant!

Alles in allem waren die 5 Wochen eine unglaubliche Bereicherung an allen Ecken und Enden. Wie ich am Anfang schon schrieb, hat mich dieses Abenteuer besonders sozial bereichert und ich habe gelernt, dass man offen, freundlich und lächelnd mit offenen Augen durch das Leben laufen sollte. Man kann auf so tolle Menschen treffen und ich bin dankbar für diese Erfahrungen.


Fazit: Alles was du gibst, kommt irgendwann zu dir zurück! Danke!

Cheer´s

Montag, 10. Februar 2014

Kaikoura – wildlife adventure



Alles was du gibst, kommt irgendwann zu dir zurück!



Nachmittags bin ich in Kaikoura angekommen, wie immer müde und hungrig. Aber was sollte ich machen,es schien die Sonne und das Wetter war erstaunlich gut, denn der Wetterbericht hatte anderes vorhergesagt.


Ich sprang in meine Laufschuhe und machte meine Runde. Kaikoura liegt an einer langgezogenen Bucht, die von Felsen und einer unebenen Küste geprägt ist. Schon auf der Hintour im Bus sah ich hunderte von Seehunden auf den Steinen liegen. Wie auch immer, ich lief zum „South Beach“, auf der anderen Seite der Halbinsel Kaikoura Peninsula. Dort hatte ich einen tollen Blick auf die hohen Felsen und den schwarzen Strand. Ja, schwarz! Dann hatte ich das Glück tatsächlich einen Albatross zu sehen. Ein riesiger Vogel, der in der Luft gleitet, einmal mit den Flügeln schlägt und wieder gleitet, unglaublich dynamisch und effizient. Er ist recht selten anzutreffen, habe ich gehört.




Am nächsten Morgen kam genau der Regen, der vorher gesagt wurde. Wir schafften es noch trocken einmal über den sehr kleinen Farmers Market auf dem Ortsparkplatz zu laufen. Gegen Mittag startete ich meine Tour zum Kaikoura- Peninsula Walkway und der Seelöwen- Kolonie. Es soll einer der schönsten Walkingwege hier sein, doch genau als ich am Startpunkt ankam, begann es zu stürmen und regnen. 10km führte es mich über die hohen Küstenwege über die Halbinsel. Ja, der Ausblick war toll, wäre ich nicht bis auf die Haut nass gewesen. Meine Schuhe wogen nach 2 Stunden Wanderung im Regen gefühlte 5kg und ich joggte einige Meter um schneller wieder von der Halbinsel zu kommen. Der Wind lies zum Glück nach, als ich mich der Stadt näherte, doch trotzdem war ich komplett durchweicht.



Der Nachmittag war ruhig und wir ließen uns mit frisch gebackenen Keksen beglücken. Einige aus dem Hostel hatten sich garnichts aus dem Wetter gemacht und Brot, Kekse und Kräcker gebacken. Dementsprechend war die Laune und Stimmung toll und im Endeffekt hatten alle ihren Spaß.
Nun geht’s zurück nach Christchurch. Meine Reise ist fast vorbei. Leider.


Cheer´s

Sonntag, 9. Februar 2014

The Queen- Charlotte- Track: 25km - 6h und Sahnerolle




Malborough Sounds – Anakiwa 


 

Meine Nacht in Nelson war kurz.  Zwei meiner Zimmerbewohner kamen mitten in der Nacht recht angetrunken zurück, der Kerl schnarchte und die Luft konnte man sprichwörtlich schneiden. Ich setzte mich bereits gegen 6:30 Uhr in die Küche mit einem Kaffee und sortierte einige Bilder. 9:30 nahm ich den Bus nach Picton, zum Ferry Terminal, von wo sonst die Fähren zur Nordinsel abfahren. Die Fahrt war nicht so lang und ich wurde in Picton bereits von meinem Hosteltransport erwartet. Es ging nochmal eine Stunde durch enge Serpentinen durch die Malborough Sounds bis nach Anakiwa. Der kleine Ort, ohne jegliche Attraktion, Supermarkt oder Shop, liegt direkt am See und ist bekannt als „Ausgangsort“ für den 81km langen Queen-Charlotte- Track.





 Ich selber machte erstmal einen langen Mittagschlaf und spazierte anschließend nochmal zwei Stunden am Wasser entland. Es war toll, denn ich hatte Glück mit dem Wetter. Die schwarzen Schwäne auf dem See waren mein Highlight.


Am Abend zog ein nettes junges Mädel, ihr Name war Rebecca, aus Irland in mein Zimmer mit ein. Sie wollte am folgenden Tag mit einem weiteren Reisenden, James –Australier, einen Teil des Queen- Charlotte-Tracks laufen. 13km one way, Ziel war der „Misteltoe Bay“. Auf der Karte wurde die Strecke für 3-4h one way ausgeschrieben. Da uns ein Wassertransport 45$ pro Person gekostet hätte beschlossen wir den Weg hin und zurück zu laufen. Es blieb uns auch nichts anderen übrig, denn eine Straße gab es nicht. 

Früh fiel ich noch am abend ins Bett, denn der Wecker sollte schon früh 7:00 Uhr klingeln. Schnell die Sachen gepackt, Verpflegung und viel Wasser, sowie das wichtigste: Regenjacke! Die Wettervorhersage kündigte schon gegen Mittag Regen an.
Wir begannen unseren Track um 8:30 und kamen nach genau 3h striktem Laufen am Misteltoe Bay an. Noch fühlten wir uns gut, der Weg war zwar hüglig, doch ließen sich die kleinen Aufstiege leicht meistern. Wir pausierten nicht lange, denn es kam ein kühler Wind auf und wir merkten die ersten Tropfen. Auf dem Campingplatz füllten wir unsere Flaschen wieder auf, stärkten uns und machten und wieder auf den Rückweg.



Kaum liefen wir die ersten Meter bekann es an zu regnen, durchgehend! Auf dem Rückweg redeten wir weniger, es lief etwas wie in einem Flow. Der Kopf war leer, die Beine brannten nach Stunde 4. Wir schwärmten schon von Kaffee und einer warmen Mahlzeit, doch zog sich der Rückweg nochmal 3h. Gegen 15:45Uhr erreichten wir den Ausgang. Komplett durchgeweicht, matschig und frierend. Ein heißer Kaffee von der Imbissbude ließ die Geister wieder erwecken.

Zurück im Hostel überfielen wir den Kühlschrank, der leider nicht mehr viel bot. Nach 3 Tagen ohne Supermarkt waren unsere Vorräte schon recht erschöpft. Wir versuchten das Beste daraus zu machen. Thunfischdosen, Avocado, etwas Gemüse zum Dippen, etwas Käse und Salami mit Kräckern, ein heißer Tee, dazu ein paar Nüsee und etwas Schoki. Irgendwie erbärmlich nach einer 6h Wandertour.
Jetzt muss ich lachen, denn das Abendbrot sah genauso mies aus. Instant-Nudeln, getrocknete Erbsen und Dosengemüse, gekocht in Gemüsebrühe mit etwas Schinken. Ja und wir killten noch die zweite Hälfte der Schokolade. Ich glaube unsere Vermieter hatten Mitleid mit uns. Sie hatten eine riesige Sahnerolle mit Früchten gefüllt zum Kaffee - calorie-free ;-) . Wir bekamen am Abend tatsächlich noch zwei Stücken „left over“. Das nenn ich Belohnung.
Wir rechneten aus, dass wir mind. 1800kcal verbrannt hatten auf unserer Tour. Das bedeutet einen Tagesumsatz von ca. 3000kcal. So viel Essen hatten wir garnicht, doch die Sahnerolle glich alles wieder aus. Haha. 

Was soll ich noch sagen? ENJOY YOUR LIFE – GENIEßE DEIN LEBEN!



Cheer´s